Das Lexikon für Sicherheit und Automation.
Architektur
| Spezifische Konfiguration von Hardware- und Softwareelementene in einem System. |
B10d
| Lebenszeit von Produkten bis 10 % des Produktspektrums „gefährlich“ ausfallen. |
Beta-Faktor (β )bzw. Common Cause-Faktor;
| Maß für den CCF; Anteil von Ausfällen, die eine gemeinsame Ursache haben |
Bestimmungsgemäße Verwendung einer Maschine
| Verwendung einer Maschine in Übereinstimmung mit den in der Benutzerinformation bereitgestellten Informationen |
CCF (Common Cause Failure)
| Ausfall infolge gemeinsamer Ursache |
Diagnosedeckungsgrad (DC)
| Maß für die Wirksamkeit der Diagnose, der bestimmt werden kann als Verhältnis der Ausfallrate der bemerkten gefährlichen Ausfälle und der Ausfallrate der gesamten gefährlichen Ausfälle |
Diagnose-Testintervall
| Zeitraum zwischen Online-Prüfungen, um Fehler in einem sicherheitsbezogenen System mit spezifiziertem Diagnosedeckungsgrad zu entdecken |
Diversität
| Ungleichartige Mittel zur Ausführung einer geforderten Funktion |
Fehler
| Zustand einer Einheit charakterisiert durch die Unfähigkeit, eine geforderte Funktion auszuführen, ausgenommen der Unfähigkeit während vorbeugender Wartung oder anderer geplanter Handlungen, oder aufgrund des Fehlers externer Mittel. |
Funktionale Sicherheit
| Teil der Gesamtsicherheit, bezogen auf die EUC und das EUC-Leit- oder Steuerungssystem, die von der korrekten Funktion des E/E/PE-sicherheitsbezogenen Systems, sicherheitsbezogenen Systemen anderer Technologien und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt. |
Kategorie (KAT)
| Einstufung der sicherheitsbezogenen Teile einer Steuerung bezüglich ihres Widerstandes gegen Fehler und ihres nachfolgenden Verhaltens bei einem Fehler, das erreicht wird durch die Struktur der Anordnung der Teile, die Fehlererkennung und/oder ihre Zuverlässigkeit. |
IP
| Das Internet Protocol, kurz IP, wird im Zusammenhang mit der Protokollfamilie TCP/IP genannt und verwendet. Es hat maßgeblich die Aufgabe, Datenpakete zu adressieren und in einem verbindungs-losen paketorientierten Netzwerk zu vermitteln (Routing). Dazu haben alle Stationen und Endgeräte eine eigene Adresse im Netzwerk, die IP – Adresse. Die IP-Adresse, nach IP- Version 4, ist 32 Bit lang. Sie ist in 4 Byte zerlegt und wird durch Punkte voneinander getrennt. Zum Beispiel: 127.0.0.1Jedes Byte kann einen Wert von 0 bis 255 annehmen. Zur Erweiterung des Adressraums wurde IP V6 eingeführt welches aus einer 128 Bit Adresse besteht. |
Performance Level (PL)
| Diskreter Level, der die Fähigkeit von sicherheitsbezogenen Teilen einer Steuerung spezifi ziert, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen. |
Redundanz
| Vorhandensein von mehr als den notwendigen Mitteln, damit eine Funktionseinheit eine geforderte Funktion ausführt oder damit Daten eine Information darstellen können. |
Restrisiko
| Verbleibendes Risiko nachdem Schutzmaßnahmen ergriffen wurden. |
Risiko
| Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens und seines Schadensausmaßes |
Risikoanalyse
| Kombination aus Festelgung der Grenzen der Maschine, Indetifizierung der Gefährdung und Risikoeinschätzung. |
Risikobeurteilung
| Gesamtheit des Verfahrens, das eine Risikoanalyse und Risikobewertung umfasst |
Risikobewertung
| Auf der Risikoanalyse beruhende Beurteilung, ob die Ziele zur Risikominderung erreicht wurden |
Sicherheitsfunktion
| Funktion einer Maschine, wobei ein Ausfall der Funktion zur unmittelbaren Erhöhung des Risikos (der Risiken) führen kann |
Sicherheitsintegrität
| Wahrscheinlichkeit, dass ein sicherheitsbezogenes System die geforderten Sicherheitsfunktionen unter allen festgelegten Bedingungen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes anforderungsgemäß ausführt |
Safety Integrity Level (SIL)
| Diskrete Stufe (eine von vier möglichen) zur Spezifizierung der Sicherheitsintegrität der Sicherheitsfunktionen, die dem E/E/PESystem zugeordnet werden, wobei der SIL 3 (SIL 4 in der Prozessindustrie) die höchste Stufe und der SIL 1 die niedrigste ist |
SIL-Anspruchsgrenze (SILCL)
| Maximaler SIL der für ein SRECS-Teilsystem in Bezug auf strukturelle Einschränkungen und systematische Sicherheitsintegrität beansprucht werden kann |
SRCF – Sicherheitsbezogene Steuerungsfunktion
| Von einem SRECS ausgeführte Steuerungsfunktion mit einem festgelegten Integritätslevel, die dazu vorgesehen ist, den sicheren Zustand der Maschine aufrechtzuerhalten oder einen unmittelbaren Anstieg des Risikos zu verhindern. |
SRECS
| Elektrisches Steuerungssystem an einer Maschine, dessen Ausfall zu einer unmittelbaren Erhöhung des Risikos führt |
SRP/CS – Sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerung
| Teil einer Steuerung, das auf sicherheitsbezogene Eingangssignale reagiert und sicherheitsbezogene Ausgangssignale erzeugt |
TCP
| Das Transmission Control Protocol, kurz TCP, ist Teil der Protokollfamilie TCP/IP.Jede TCP/IP-Datenverbindung hat einen Sender und einen Empfänger. Dieses Prinzip ist eine verbindungsorientierte Datenübertragung. In der TCP/IP - Protokollfamilie übernimmt TCP als verbindungsorientiertes Protokoll die Aufgabe der Datensicherheit, der Datenflusssteuerung und ergreift Maßnahmen bei einem Datenverlust. |
Teilsystem
| Einheit des Architekturentwurfs des SRECS auf oberster Ebene, wobei ein Ausfall irgendeines Teilsystems zu einem Ausfall der sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktion führt |
UDP
| Das User Datagram Protocol (UDP) hat die gleiche Aufgabe, wie TCP. Nur besitzt es als verbindungsloses Protokoll keinerlei Methoden, die sicherstellen, dass ein Datenpaket beim Empfänger angekommen ist. Diese Maßnahmen müssen übergeordnete Schichten übernehmen. UDP ist verglichen mit TCP die schnellere Kommunikationsvariante. |
Validierung
| Bestätigen aufgrund einer Untersuchung und durch Bereitstellung eines Nachweises, dass die besonderen Anforderungen für eine spezielle beabsichtigte Verwendung erfüllt worden sind |
Verifikation
| Bestätigen aufgrund einer Untersuchung und durch Bereitstellung eines Nachweises, dass die Anforderungen erfüllt worden sind |



